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FAUST – Der Tragödie
zweiter Teil – Drama von Johann Wolfgang von Goethe. „Behutsam holt Uwe Hoppe im Theater der Altstadt Goethes „Faust I“ und „Faust II“ in die Gegenwart. Das hat Stuttgart seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr erlebt: Ein Theater spielt nicht nur „Faust I“, sondern wagt sich gleichzeitig an den nur schwer spielbaren zweiten Teil der Tragödie. […] Ergebnis dieses theatralen Kraftakts von lediglich neun fast durchgehend überzeugenden Darstellern in zahllosen Mehrfachrollen: zwei stimmige Aufführungen, die sich nahezu fugenlos zum Ganzen verzahnen. Sehenswert allein schon, wie der Ideenreichtum von Regisseur Uwe Hoppe, Bühnenbildner Michael Bachmann, Claudia Flasche (Kostüme) und Max Müllers geheimnisvoll sinfonische Bühnenmusik dem Mangel an technischen Möglichkeiten trotzen. [...]“ (Stuttgarter Nachrichten, 21. März 2011) Johann Wolfgang Goethe Theater der Altstadt Stuttgart siehe aktuelle Termine: www.theater-der-altstadt.de
Ein großes Geschenk, vielleicht das Größte, ist es, Goethes großes Weltendrama „Faust“ erarbeiten zu dürfen. Mit unserer Inszenierung aus dem Jahre 1999 des ersten Teils dieser deutschesten alle Tragödien ist uns offensichtlich ein einzigartiger Wurf gelungen. In 11 Spielzeiten haben wir 300 mal vor ausverkauften Häusern gespielt. Noch in der letzten Vorstellung im vergangenem Herbst schien sich die freche Frische dieses Theaterereignisses nicht abgenutzt zu haben. Dennoch ist es dringend an der Zeit, ein Runderneuerung und Weiterarbeit zu wagen. Der Wunsch, der Tragödie erstem Teil nun endlich auch der Tragödie zweiten Teil folgen zu lassen, hat weitreichende Konsequenzen. Es ist nicht möglich, das Konzept der alten Interpretation einfach zu erweitern und auf Faust II fortzuschreiben. Zuviel ist in den langen Jahren in den Interpreten geschehen. Nicht nur sind wir alle älter geworden, auch Weltsicht, ästhetische Haltung und persönliche Erfahrungen haben uns verändert. Wir wollen also versuchen aus Faust I und Faust II ein neues Ganzes zu schmieden. Nicht angetastet werden soll dabei die Spiellust, der Witz, das Tempo und die provokanten, derben Momente der alten Inszenierung. Aber es wird ein neues Konzept zu Bühne, Kostüm und Dramaturgie der Inszenierung geben. Noch sind wir in der Planungsphase, es gibt noch keine konkreten fertigen Bilder, aber wie es in uns arbeitet, wühlt und mit Lust nach Gestaltung aus uns heraus dringt, wie es bebt, lacht und wütet, wie es herausschreit und in den Köpfen wirbelt, das alles läßt auf einen beglückende Arbeit hoffen, zumindest auf eine sehr sehr spannende. (Uwe Hoppe 2011)
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