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Theater der Altstadt in Stuttgart

Schauspiel von Jean-Paul Sartre
DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE
Regie & Ausstattung: Uwe Hoppe

Besetzung: Susanne Heydenreich, Sarah Kreiß – Lou Bertalan, Irfan Kars, Ambrogio Vinella, Reinhold Weiser

Premiere: 6. April 2018
siehe aktuelle Termine: www.theater-der-altstadt.de

Aufführungsrechte: Rowohlt Verlag, Theaterverlag, Reinbek bei Hamburg

Illyrien, ein (fiktiver) Staat während des Zweiten Weltkriegs: Der junge kommunistische Intellektuelle Hugo bietet sich - aus Ekel vor Kompromissen – an, den Parteisekretär Höderer zu töten, der mit bürgerlichen und konservativen Kräften paktieren will. Aber Höderer fasziniert ihn, überzeugt ihn fast davon, dass man Politik um lebendiger Menschen, nicht um abstrakter Prinzipien willen machen sollte, und Hugo zögert den Mord immer mehr hinaus. Zum Schluss erschießt er Höderer doch – aus Eifersucht, nicht aus politischen Gründen.

Jean-Paul Sartres berühmtes Stück wirft die Frage auf, ob es überhaupt möglich ist, mit sauberen Händen politisch zu agieren, oder ob sich radikales Handeln und moralische Integrität gegenseitig zwangsläufig ausschließen müssen.

„Weil ich etwas blass war, musste ich frisches Blut aus dem Schlachthaus trinken: daraufhin habe ich kein Fleisch mehr angerührt. Mein Vater sagte jeden Abend: «Dieses Kind hat keinen Appetit …» [...] Ich bekam Lebertran: das ist wirklich der Inbegriff von Luxus, dir eine Droge zu verabreichen, damit du Hunger  bekommst, während sich andere auf der Straße für ein Beefsteak verkauft hätten. Von meinem Fenster aus sah ich sie mit ihren Schildern: «Gebt uns Brot.» Und dann setzte ich mich zu Tisch. Iss, Hugo, iss. Ein Löffelchen für den arbeitslosen Hausmeister, ein Löffelchen für die Alte, die die Abfälle im Mülleimer einsammelt, ein Löffelchen für die Familie des Tischlers, der sich das Bein gebrochen hat. Ich bin von zu Hause weggegangen. Ich bin in die Partei eingetreten, um dieselbe Leier zu hören: «Du hast nie gehungert, Hugo, du hast nichts zu bestellen. Was willst du schon verstehen?» Also gut, ich habe nie gehungert! Nie! Nie! Nie! Vielleicht verrätst du mir, was ich tun soll, damit ihr endlich alle damit aufhört, mir das vorzuwerfen.“