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Pressestimmen zu "Gaslicht" Stuttgart – Bestes englisches Krimi-Theater bietet Patrick Hamiltons
„Gaslicht“ im Theater der Altstadt. Der spannende Thriller
aus dem Jahr 1939 wirkt in Uwe Hoppes Inszenierung durchaus modern, ohne
seinen Flair zu verlieren. Ludwigsburger Kreiszeitung – 27. Januar 2006 Ein fesselnder Abend: Theater der Altstadt
zeigt „Gaslicht“ Was in aller Welt treibt diesen Jack Manningham dazu, seine Frau selbst vor den Hausangestellten zu demütigen und ihr ständig beweisen zu wollen, sie habe den Verstand verloren? Und welch dunkles Geheimnis birgt das Haus der beiden, in dem seltsame Geräusche zu hören sind, Gegenstände verschwinden und zu bestimmten Zeiten das Licht der Gaslampen flackert? „Gaslicht“ nannte der englische Autor Patrick Hamilton seinen 1939 uraufgeführten Bühnenkrimi. Bekannt geworden ist er vor allem als Film unter dem Titel „Das Haus der Lady Alquist“ mit Ingrid Bergmann. Doch selbst wenn den Zuschauern der Plot des Thrillers bekannt ist, erleben sie im Theater der Altstadt einen von der ersten Minute fesselnden Abend. Vor allem weil Regisseur Uwe Hoppe den Text dazu nutzt, das psychologisch genau gezeichnete Psychogramm einer masochistischen Hörigkeit zu entwickeln. Dabei überzeugt insbesondere Antje Weiser als psychisch geschundene Ehefrau im Korsett viktorianisch-eleganter Enge (Kostüme: Andrea Düring). Je mehr er sie erniedrigt, desto mehr verzehrt sich diese Bella Manningham nach der Liebe ihres Mannes. Wie ein ertrinkendes Kind hängt sie Halt suchend an seinem Hals, hält ihn fest wie einen kostbaren Besitz. Und macht sich mit ihren Klammergriffen zum willenlosen Werkzeug Jacks. Den zeigt Lou Bertalan als geschniegelten Fiesling mit etwas zu gleichförmiger Eiseskälte in der Stimme. Systematisch lässt er seine Frau als flügellahmen Vogel in einer sterilen weißen Welt des suggerierten Wahnsinns mit trapezförmigen Türen herumirren (stimmige Bühne von Liesl Sabrina Raff). Bis eines Tages der forsche Mr. Rough (Moritz Brendel) auftaucht und Licht in die Düsternis des unheimlichen Hauses bringt. Stuttgarter Zeitung – 27. Januar 2006 |
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